Kategorie: Saisonale Rezepte

Jede Jahreszeit hat ihre spezielle Qualität. Im Winter benötigen wir wärmende, energiereiche Kost. Das Frühjahr bereitet mit …im Sommer werden die – über den Winter angelegten Energiereserven – in Kraft umgewandelt. Der Herbst bietet reichhaltige Nahrung, um uns für die kommenden, kalten Tage vorzubereiten. Immer gleichwertig zu essen mag einfach sein, grundsätzlich ist es aber langweilig und entspricht nicht dem energetischen Konzept der Natur.

Gebackene Mäuse

Gebackene Mäuse

Germteig: 30 dag Mehl, 3 dag Rosinen, Salz, ½ l Milch, 3 dag Zucker, 3 Dotter, 6 dag Butter, 1 ½ dag Hefe, ½ kg Fett; – ¼ l Himbeersaft.

Erwärmtes und gesalzenes Mehl wird mit lauwarmer Milch, Zucker, Dottern, Ei, geschmolzener Butter und einer Gärprobe aus Hefe zu einem nicht zu festen Teig vermengt, den man so lange abschlägt, bis er sich vom Kochlöffel löst. Zuletzt schlägt man die Rosinen ein.

Nach etwa einstündigem Rasten an einem warmen Orte, formt man mit Hilfe eines Eßlöffels, den man in das heiße Fett taucht, aus dem Teig Nockerln, die man in heißem Fett und unter anfänglichem Schütteln der Rein gelb bäckt. Man trägt hiezu Himbeersaft auf.

„Das Glück im Hause, Wirtschafts und Kochbuch von Maria Kneid u. Erna Steikler“ ca. 100 Jahre alt

Das Rezept aus früherer Zeit habe ich zuletzt ausprobiert. 1dag = 10g, das ist eine alte österreichische Maßangabe. Hier also die übersetzten Zutaten:

  • DIE ZUTATEN:
  • 300 Gramm Mehl
  • 30 Gramm Rosinen
  • eine Prise Salz
  • 0,5 Liter Milch (Zimmertemperatur)
  • 30 Gramm Staubzucker
  • 3 Eidotter
  • 60 Gramm Butter (geschmolzen, jedoch vor der Weiterverarbeitung etwas auskühlen lassen)
  • 15 Gramm Hefe (=Germ, ich verwende vorwiegend frische Hefe, die Rezepte gelingen besser, und die Gerichte sind bekömmlicher)
  • 500 Gramm Fett (zum Herausbacken, ich verwende Pflanzenöl)

Beim warmen Hefeteig gehe ich folgendermaßen vor:

Das Mehl wird in eine große Rührschüssel gegeben, in die Mitte – eine Vertiefung formen. Etwas von der lauwarmen Milch hinein leeren, die Hefe und eine Prise Zucker dazu (Hefe zwischen den Fingern zerbröseln). Leicht verrühren. Zudecken und bei Zimmertemperatur etwa 15 Minuten ruhen lassen.

Im Anschluss die geschmolzene Butter, den restlichen Zucker, die Eidotter, die Prise Salz und die Milch dazugeben und rühren, bis der Teig sich vom Kochlöffel löst. (Ich rühre gerne mit der Hand – da verbrauche ich bereits im Vorfeld einige der Kalorien ;-)) – gleichzeitig kann ich den Teig gut beobachten und erkenne, wann er fertig ist. Er löst sich vom Kochlöffel. Die Rosinen einrühren.

Jetzt darf der Teig wieder ruhen, natürlich zugedeckt – und bei Zimmertemperatur. Wieder geht er etwas auf. Nach etwa einer Stunde das Fett in einer hohen Pfanne erhitzen und mit zwei Esslöffeln die „Mäuse“ aus dem Teig formen. In das heiße Fett gleiten lassen und anfänglich darauf achten, daß sie nicht am Boden festkleben. Vom Schütteln der Pfanne mit heißem Fett würde ich persönlich ab-raten. Wenn sie auf einer Seite goldbraun sind – wenden.

Die fertigen Mäuse schmecken warm, aber auch kalt ausgezeichnet. Zumeist sind sie allerdings bereits aufgegessen bevor sie auskühlen können.